Sobald die Tage kürzer werden, steigt das Risiko für Wohnungseinbrüche, denn die Dunkelheit bietet Tätern Schutz und Gelegenheit. Dabei lässt sich Ihr Zuhause oft schon mit wenigen Handgriffen deutlich besser absichern: Kult-Cop Torsten „Toto“ Heim, bekannt aus der Reportage-Reihe „Toto & Harry“, hat 20 praktische Tipps für Sie zusammengestellt. Sie reichen von der richtigen Beleuchtung über gesicherte Fenster und Türen bis zum Verhalten im Ernstfall. So kommen Sie und Ihr Zuhause sicher durch die dunkle Jahreszeit.
1. Licht an, wenn niemand da ist?
Mit Zeitschaltuhren oder smarten Lampen lässt sich die Beleuchtung zu unterschiedlichen Zeiten ein- und ausschalten. So entsteht von außen der Eindruck, dass jemand zu Hause ist.
2. Dunkle Ecken vermeiden
Dunkle Bereiche rund um Haus, Garage oder Terrasse können Einbrechern Deckung bieten. Bewegungsmelder und eine gut platzierte Außenbeleuchtung können solche Bereiche besser einsehbar machen.
3. Fenster richtig sichern
Ein geschlossenes Fenster ist nicht automatisch ein sicher verschlossenes Fenster. Besonders leicht erreichbare Fenster sollten vollständig geschlossen und – je nach Sicherheitsstandard – zusätzlich mit geeigneter Sicherungstechnik geschützt werden.
4. Türen abschließen statt nur zuziehen
Eine lediglich ins Schloss gefallene Tür bietet deutlich weniger Schutz als eine tatsächlich abgeschlossene Tür. Deshalb gilt: Beim Verlassen der Wohnung oder des Hauses die Tür immer vollständig abschließen.
5. Schlüssel unter der Fußmatte? Bitte nicht!
Das vermeintlich praktische Schlüsselversteck ist Einbrechern längst bekannt. Ersatzschlüssel sollten besser bei einer vertrauenswürdigen Person hinterlegt oder sicher verwahrt werden.
6. Rollläden als Einbruchschutz
Geschlossene Rollläden können Fenster zusätzlich abschirmen, ersetzen aber keine mechanische Sicherung. Wichtig ist außerdem, Rollläden bei längerer Abwesenheit nicht dauerhaft geschlossen zu lassen, da dies auf ein leeres Haus hinweisen kann.
7. Kellerfenster nicht vergessen
Kellerfenster werden beim Einbruchschutz häufig übersehen, können aber eine Schwachstelle sein. Gitter, spezielle Sicherungen oder abschließbare Fenstergriffe können den Zugang erschweren.
8. Garagentor sichern
Eine Garage kann nicht nur Ziel eines Einbruchs sein, sondern unter Umständen auch einen Zugang zum Wohnbereich ermöglichen. Deshalb sollten Garagentor, Verbindungstüren und Fenster ebenfalls gesichert und stets verschlossen sein.
9. Briefkasten als Warnsignal
Ein überquellender Briefkasten kann deutlich machen, dass Bewohner längere Zeit nicht zu Hause sind. Bitten Sie bei Urlaub oder längerer Abwesenheit Nachbarn, die Post regelmäßig herauszunehmen.
10. Urlaub ohne Einbrecher-Alarm
Vor einer Reise sollte das Zuhause möglichst bewohnt wirken. Zeitschaltuhren, geleerte Briefkästen und die Unterstützung aufmerksamer Nachbarn können dabei helfen, Abwesenheit nicht offensichtlich werden zu lassen.
11. Keine Einladung für Einbrecher
Leitern, Werkzeug oder Gartenmöbel können unter Umständen als Hilfsmittel für einen Einbruch dienen. Bewahren Sie solche Gegenstände deshalb möglichst verschlossen und nicht frei zugänglich auf.
12. Smart Home gegen Einbrecher
Smarte Beleuchtung, Sensoren oder Kameras können den Einbruchschutz sinnvoll ergänzen. Entscheidend ist jedoch, dass die Technik zuverlässig eingerichtet ist und nicht als Ersatz für mechanische Sicherungen verstanden wird.
13. Alarmanlage oder Kamera?
Eine Alarmanlage kann einen Einbruchsversuch melden, während Kameras zur Beobachtung bestimmter Bereiche dienen können. Beide Systeme sollten passend zum Gebäude geplant werden und vor allem vorhandene mechanische Sicherungen ergänzen.
14. Nachbarschaft als Einbruchschutz
Aufmerksame Nachbarn können Veränderungen bemerken, wenn beispielsweise fremde Personen ungewöhnlich lange am Haus stehen. Vereinbaren Sie gegenseitige Unterstützung – etwa beim Leeren des Briefkastens oder bei längerer Abwesenheit.
15. Was tun bei verdächtigen Geräuschen?
Wer nachts verdächtige Geräusche hört, sollte nicht selbst nach dem Rechten sehen oder sich in Gefahr bringen. Bleiben Sie möglichst in Sicherheit und verständigen Sie bei einem konkreten Verdacht die Polizei über 110.
16. Einbrecher im Haus?
Treffen Sie auf einen Einbrecher, sollten Sie Konfrontationen unbedingt vermeiden. Bringen Sie sich und andere in Sicherheit und verständigen Sie die Polizei, sobald Sie gefahrlos telefonieren können.
17. Fahrrad, Werkzeug & Co. sichern
Auch Schuppen, Gartenhäuser und Garagen können für Diebe interessant sein. Wertvolle Gegenstände sollten dort nicht offen herumstehen und möglichst zusätzlich mit geeigneten Schlössern gesichert werden.
18. Fenster im Erdgeschoss vs. Obergeschoss
Leicht erreichbare Fenster und Türen sind besonders wichtig, wenn es um die Absicherung des Hauses geht. Denken Sie dabei nicht nur an das Erdgeschoss, sondern auch an Fenster, die beispielsweise über Balkon, Terrasse oder Anbauten erreichbar sind.
19. Weihnachtszeit und Einbruchschutz
Zur Adventszeit machen Dekoration und Beleuchtung das Zuhause gemütlich – können aber auch Hinweise auf Gewohnheiten geben. Wertvolle Geschenke sollten nicht sichtbar vor Fenstern liegen und Verpackungen teurer Anschaffungen nicht offen zur Straße hin präsentiert werden.
20. Der 5-Minuten-Sicherheitscheck
Gehen Sie einmal rund ums Haus und prüfen Sie Fenster, Türen, Kellerzugänge, Garage und Nebengebäude. Fragen Sie sich dabei: „Wo könnte jemand besonders leicht hineinkommen?“ – und beseitigen Sie die offensichtlichste Schwachstelle zuerst.
